Regional und frisch, Fisch!

Regionale Frische und traditionelle Rezepte sind voll im Trend. Zurück zu den vergangenen Ritualen in der Küche und am Essenstisch, beschert dies der heimischen Land-, Forst- und Fischwirtschaft, regen Zuspruch.
Für die Feiertage werden Rotkohl, Salate und Klöße gekauft. Bei vielen Familien kommt ein leckerer Wildbraten in Betracht und die Lieblinge bleiben Ente oder Gans, die knusprig braun aus dem Herd auf den Tisch. Dazu ein guter Wein und das Festessen ist perfekt!
Am Heiligen Abend und zum Silvesterabend ist in vielen Haushalten auch der Karpfen ein traditionelles Gericht. Zubereiten kann man ihn in vielerlei Versionen. Gebacken in Bierteig ist im Fränkischen beliebt, gebraten auf der Haut wird er als Filet auf vielen Speisekarten der Restaurants angeboten. Im Norden des Landes kocht man Karpfen sauer ein und serviert ihn mit Bratkartoffeln. Aber hier in der sächsischen Heimat wird er vor allem „blau“ gekocht bzw. sanft gedünstet und mit Meerrettich und Kartoffeln gereicht. Die zahlreichen Fischereien der Region haben ihre Teiche dafür geleert und konnten in diesem Jahr von einer reichen „Ernte“ sprechen. Neben den großen Teichwirtschaften rund um Moritzburg, wo Spiegel- und Lederkarpfen aufwachsen, sind auch in und um Radeberg zahlreiche Anglervereine und kleine Betriebe aktiv, um die Nachfrage der Kunden decken zu können. Das Abfischen, z.B. in Wachau, Rossendorf oder auch Fischbach, liegt zwar schon einige Wochen zurück, doch jeder weiß, dass ein guter Karpfen noch etwas „durchgespült“ werden muss, um seinen „moorigen“ Geschmack zu verlieren.
Viele kleine Fischzüchter und ihre Helfer laden in diesen Tagen ein, den Festtagskarpfen frisch und in hervorragender Qualität vor Ort zu erwerben. So kann ein jeder garantierte Frische geniessen und mit gutem Gewissen auch seine heimatliche Wirtschaft unterstützen. Regionalität bietet eine große Vielfalt an Lebensmittel und zudem lohnt sich die Unterstützung traditionsreicher Wirtschaft.

Tipp: Wachauer Silvester-Fischmarkt, am Herrichteich
Dienstag, 29.12.2015, von 10 bis 22 Uhr
Mittwoch, 30.12.2015, von 10 bis 18 Uhr,
Donnerstag, 31.12.2015, von 10 bis 12 Uhr
Samstag, 2.1.2016, von 10 bis 12 Uhr

Bildnachweis: radeberg.info
Copyright: radeberg.info

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