Historie der Radeberger Exportbierbrauerei

Heute startet die Radeberger Exportbierbrauerei eine Sonderausstellung auf Schloss Klippenstein. Bis zum 18. September 2016 werden weitere Einblicke in die traditionsreiche Geschichte vom Radeberger Pilsner gewährt. Wie schon in den Jahren 2003 und 2010 wird fortführend aus der Historie der ersten deutschen Braustätte nach Pilsner Brauart erzählt.
Einführende Worte zur Ausstellung überbrachte Herr Schieck vom Schloss Klippenstein, und unter anderem für dessen Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Dr. Panglesch, der technische Direktor der Radeberger Exportbierbrauerei, dankte zunächst für die stets gute und zweckorientierte Zusammenarbeit zwischen der Stadt Radeberg und seinem Unternehmen und würdigte Herrn Hiller, langjähriger Mitarbeiter der Radeberger Brauerei sowie Kurator und Ideengeber, für diese interessante Ausstellung. Herrn Hillers größtenteils privates Engagement ist es zu verdanken, dass auf Schloss Klippenstein eine derartige Möglichkeit geschaffen werden konnte, um Historisches, Handwerkliches und visuell Hochwertiges für die Besucher und insbesondere für die Bevölkerung der Bierstadt zugänglich zumachen. Mit den eröffnenden Worten vom Oberbürgermeister Lemm startete für die rund 50 geladenen Gäste der Rundgang. Herr Hiller führte durch die Räumlichkeiten, die neben den mit Gläsern und Flaschen ausgestatteten Vitrinen, auch Bildmaterial, Metallschilder, Untersetzer und Schriften aus der Zeit zwischen 1920 und 1950 erzählen. Im Zwischengang kann man sich auf großformatigen Repliken zu den natürlichen Produkten Hopfen und Malz informieren, die zur Herstellung des seit 500 Jahren festgeschriebenen Gesetzes zur Bierherstellung eingesetzt werden dürfen. Zahlreiche Gerätschaften vergangener Zeiten, unterstützt durch Originalbilder der Zeit, geben einen spannenden Einblick zu den Tätigkeitsfeldern und Berufen in der damaligen Brauerei. Viele Fragen werden innerhalb dieser Ausstellung beantwortet, die u.a. über Standorte und Niederlassungen Aufschluss geben. Wo gab es noch weitere Betriebsstätten? Wie entwickelte sich der Absatz? Welche Flaschenarten wurden verwendet? Wie waren die Etiketten gestaltet? Aus welchen Gläsern trank man in den Gaststätten und Wirtshäusern das Bier?
All diese Fragen und jede Menge Wissenswertes aus den ersten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts sind auf eindrucksvolle Weise in der Sonderausstellung zu sehen.
Zum diesjährigen 500. Jubiläum des Reinheitsgebots, dem ältesten Lebensmittelgesetz der Welt, sowie dem „Vorläufigen Biergesetz“ in Deutschland von 1906 ausgehend, sind lediglich Wasser, Malz, Hopfen und Hefe zur Bierherstellung zugelassen. Diese Bestandteile werden auch heute noch als Grundlage für ein ganz besonderes Bier verwendet. Das Radeberger Pilsner steht für einzigartige Braukunst, was auch in der diesjährigen Sonderausstellung auf Schloss Klippenstein deutlich wird.

www.schloss-klippenstein.de
www.radeberger.de

Bildnachweis: radeberg.info
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