Radeberg im Baufieber

Ob bei einem Spaziergang durch das Zentrum, bei einer Fahrt mit dem Rad oder Auto durch die Stadt- und Ortsteile, überall wird gewerkelt, saniert, erweitert und neu gebaut. Besonders deutlich wird dieser Umstand derzeit am “Eingangstor zur Innenstadt”. Jahrelang musste man auf der unteren Hauptstraße den stetigen Verfall der Liegenschaften mit den Hausnummern 57, 59 und 61 beobachten. Doch seit dem Abriss der alten Druckerei ist alles anders. Dort, wo sich einst die Druckerei befand, lädt jetzt ein kleiner Park mit Rundweg, Sitzgelegenheiten, viel Grün und dem Rauschen der Großen Röder zum Spazieren und Entspannen ein. Aus der ehemaligen Verleger-Villa der Familie Hordler ist ein wahres Kleinod entstanden, das in diesen Tagen von den neuen Mietern bezogen wird und von nun an, gemeinsam mit dem Hotel und Restaurant Kaiserhof, das Tor zur Radeberger Altstadt bildet. Das benachbarte Gebäude-Ensemble von Haus 57 – Sitz des Ticketservice Radeberg – und Haus 59 der unteren Hauptstraße, erfährt aktuell ebenfalls die längst überfällige Sanierung und wird 2017 mit neuem Antlitz strahlen. Auch in den übrigen Bau- und Sanierungsgebieten der Stadt- und Ortsteile beobachtet man reges Treiben auf den Baustellen und sieht, wie schnell dort Häuser fertiggestellt und bezogen werden. Zahlreiche ortansässige Unternehmen erweiteren ebenfalls ihre räumlichen Kapazitäten, um auf die wachsende Nachfrage nach ihren Produkten und Waren zu reagieren.
Radeberg ist bereits seit über 150 Jahren als interessanter Standort für die Ansiedelung von Industrie bekannt, verspricht doch besonders der Mix unterschiedlicher Branchen und die Nähe zur Landeshauptstadt Dresden ein stetiges Wachstum an Arbeitsplätzen, die für Zuzug und Bautätigkeit sorgen. Die Stadt hat beste Voraussetzungen für eine vielgefächerte Infrastruktur im Bereich Kinderbetreuung, Schulen, Sportanlagen und Einkaufsmöglichkeiten geschaffen, die das Leben in der grünen Industriestadt lebenswert machen. Zudem bieten eine Vielzahl von Vereinen umfangreiche Freizeitgestaltungen, die mit sozialen Komponenten, wie Sport, öffentlichen Einrichtungen, Museen, Kirchen, Bildungsprogrammen und Naherholung dazu beitragen, sich schnell und gut einzuleben. Die ausgezeichnete Anbindung zur Autobahn, nach Dresden, dem öffentlichen Nahverkehr, kann hier ebenso punkten, wie auch die kurzen Wege in die umliegende Natur.
So ist es nicht verwunderlich, dass in Radeberg kaum noch freie Gewerbeflächen vorhanden sind, der Bedaf an Wohnraum groß ist und Quote der Arbeitssuchenden den niedrigsten Stand in Sachsen zu verzeichnen hat. Die Stadt weiß um ihre Attraktivität und wird die ein oder andere noch zu drehende Stellschraube bewegen, damit auch in zukünftig ein sanftes Wachstum garantiert und der charmante Kleinstadtcharakter erhalten werden kann.

Bildnachweis: radeberg.info
Copyright: radeberg.info

/ / / /
X