Rückblende: Ergebniskonferenz & Unternehmerabend

Bereits in der vergangen Woche fanden in der Bierstadt zwei sehr interessante Veranstaltungen im Bereich Wirtschaft statt.

Am Dienstag, dem 22. November, wurde im Conrad-Brüne-Haus der Radeberger Exportbierbrauerei GmbH erstmalig eine Ergebniskonferenz des Pilotprojektes „Ab in die Wachstumsregion Dresden!“ veranstaltet. Das Projekt wurde 2014 durch die Städte Kamenz und Radeberg mit dem Ziel ins Leben gerufen, diejenigen Menschen gezielt anzusprechen, die in den vergangenen zwei Jahrzehnten ihre Heimat aus primär wirtschaftlichen Gründen in Richtung westliche Bundesländer verlassen haben. Ihnen wollen sie zeigen, was sich hierzulande seither auf dem Arbeitsmarkt, im Wohnumfeld, im Ausbildungsbereich oder bei den Freizeitaktivitäten verändert und verbessert hat.
Nachdem sich auch Großenhain, Großröhrsdorf und Pulsnitz sowie der Landkreis Bautzen dem Projekt angeschlossen hatten, folgte im Januar diesen Jahres die Landeshauptstadt Dresden. Zudem wird die Initiative durch die IHK und HWK, den BVMW Wirtschaftsregion Dresden, die Agenturen für Arbeit Dresden, Bautzen, Riesa und Pirna sowie zahlreiche Wirtschaftsunternehmen unterstützt.
Neben dem Werben um die Rückkehr abgewanderter Menschen mit Start der Projektphase 1, verstärkt die Initiative derzeit seine Bemühungen mit Projektphase 2 auf das Halten der Menschen in der Gesamtregion, auf die Beförderung der interkommunalen Zusammenarbeit, das Stärken des regionalen Images und die Vertiefung der Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen. Der Ausbau der Projekt-Webseite www.wachstumsregion-dresden.de gehörte zum wesentlichen Bestandteil der 2. Projektphase. Eingehend auf den regionalen Bedarf entstand im Juli 2016 ein eigenes Jobportal auf der Projekt-Website, auf dem mittlerweile ca. 30 regionale Unternehmen ihre offenen Stellen veröffentlichen. So haben Rückkehrwillige bzw. Menschen aus der Region eine direkte Anlaufstelle für aktuelle regionale Stellenangebote ohne Zeit- und Leiharbeit. Gleichzeitig unterstützt das Projekt durch dieses Angebot die regionale Wirtschaft bei der Suche nach geeigneten Fachkräften. Seit Einführung des Jobportals haben sich die Zugriffszahlen auf die Webseite verdreifacht und sind auf insgesamt 20.979 Seitenaufrufe im 3. Quartal 2016 angewachsen. Die steigende Anzahl der gemeldeten Stellenangebote bzw. kooperierender Unternehmen zeigen, dass Handlungsbedarf bei der Vermittlung des vielfältigen Angebotes an offenen Stellen aus der Region besteht. Um das Jobportal zu professionalisieren, wurden Fördermittel aus der Fachkräfterichtlinie des Freistaates Sachsen beantragt und bewilligt. Im 1. Quartal 2017 wird damit das neue und eigenständige Jobportal der Wachstumsregion Dresden online gestellt. Unternehmen der Region werden dann die Möglichkeit erhalten, ihre offenen Stellen über das neue Jobportal zu veröffentlichen und sich über das Jobportal zu präsentieren.
Neben der Vorstellung der Projektergebnisse und weiteren Vorhaben stand die Podiumsdiskussion – mit Dr. Ludwig Scharmann (Sächsisches Staatsministerium des Innern), Gerhard Lemm (Oberbürgermeister Stadt Radeberg), Roland Dantz (Oberbuürgermeister Stadt Kamenz und LEAD-Partner) und Axel Frech (Geschäftsfuührer der Radeberger Exportbierbrauerei) – über die Chancen einer funktionierenden Stadt-Umland-Beziehung und die Schwerpunkte der weiteren Projektarbeit im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Am Tag darauf folgte der Unternehmerabend im Konferenzbereich der Ostsächsische Sparkasse auf der Hauptstraße im Herzen der Bierstadt. Die Sparkasse organisert gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Dresden, der Handwerkskammer Dresden und den Städten Radeberg, Kamenz sowie Hoyerswerda den Abend für Unternehmer der Region. Die Veranstaltung wird jeweils in den drei Städten ausgerichtet und befasste sich in diesem Jahr mit aktuellen Fragestellungen rund um die Online-Nutzung.
An diesem Abend fanden sich etwa 70 Unternehmerinnen und Unternehmer ein, die den beiden Referenten PR-Berater Mathias Priebe und Rechtsanwalt Tobias Stöhr lauschten. Unter dem Thema: Kunden an der Macht! Gewinner und Verlierer der „Online-Revolution“ – auf welcher Seite stehen Sie? ging Herr Priebe dabei auf so unterschiedliche Fragestellungen wie „Stiehlt Amazon unsere Kunden? Wohin schickt Google meine Besucher? Wie bewertet Kununu meine Firma?“ ein. Im Anschluss sprach Rechtsanwalt Stöhr von der Kanzlei Merz & Stöhr aus Dresden und berichtete über die rechtlichen Risiken im Online-Marketing und welche Verantwortung auf Führungskräfte dabei zukommt. Anschließend bot sich den Gästen traditionsgemäß ausreichend Gelegenheit, sich mit den Referenten und anderen Teilnehmern über die vorgetragenen Themen und Problematiken auszutauschen.

Bildnachweis: Stadt Kamenz / Stadt Radeberg
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