Einweihung und Tag der offenen Tür in Kleinwachau

Gemeinsam mit Sozialministerin Barbara Klepsch wurde heute im Epilepsiezentrum Kleinwachau eine neue Klinik für Menschen mit komplexen Behinderungen und Epilepsie eingeweiht. Der 5,7 Mio. EUR teure Neubau beherbergt eine Station mit acht Einzel- und zwei Doppelzimmern. Damit schafft das Epilepsiezentrum ideale Bedingungen, um ganzheitlich mit einem multiprofessionellen Team aus Ärzten, Krankenpflegern, Musik- und Ergotherapeuten, Heilerziehungspflegern  und Psychologen neue Maßstäbe für eine oft vernachlässigte Patientengruppe zu setzen. „Hier ist ein Platz für Visionen entstanden. Denn mit der Station 5 wird eines der modernsten Epilepsiezentren eingeweiht. Und das ganz ohne Barrieren“, erklärte Barbara Klepsch bei der Einweihung in Radeberg. Der Freistaat Sachsen fördert den Bau mit 3,96 Mio. Euro. Gerade behinderte Menschen können einem recht schnell die Grenzen der üblichen Medizin aufzeigen, weiß Dr. Thomas Mayer, Chefarzt des Epilepsiezentrums Kleinwachau. „Behinderte Menschen erzählen uns selten, was genau das Problem sei. Sie zeigen es uns aber mit ihren Möglichkeiten. Und um das zu entschlüsseln, müssen sich unsere Mitarbeiter viel Zeit nehmen“, sagte er. Mit der neuen Station verfügt die Fachklinik des Epilepsiezentrums Kleinwachau nun über 53 Betten. Pro Jahr betreut die Klinik fast 1.000 Patienten stationär und ca. 3.000 Fälle ambulant.
Am morgigen Samstag, den 1. April 2017, öffnet das Epilepsiezentrum Kleinwachau im Radeberger Ortsteil Liegau-Augustusbad von 10 bis 16 Uhr seine Türen für die Öffentlichkeit. Im Fokus steht dabei eine einmalige Gelegenheit, die sonst nicht mehr zugänglich sein wird: der o.g. Klinikneubau des Spezialkrankenhauses. Bei Rundgängen wird das Team der Station 5 die modernen Räume für Therapie und Diagnostik vorstellen und über die Krankheit Epilepsie informieren. Gleichzeitig findet im Saal der Kleinwachauer Werkstätten ein Epilepsiesymposium mit spannenden Fachvorträgen statt. Unter dem Thema „Der behinderte epilepsiekranke Mensch“ werden diagnostische und therapeutische Fortschritte präsentiert.
In der Förderschule erwarten die Besucher offene Unterrichtsstunden, Beratung und Führungen durch das Schulgebäude, Kaffee und Kuchen im Schülercafé Brasil und Mitmachangebote für Groß und Klein. Auch die christliche Kita „Baumhaus“ aus Radeberg stellt sich mit ihrem Konzept vor.
In der Werkstatt für behinderte Menschen gibt es Probearbeitsplätze zum Mitmachen, Führungen und Einblicke in die Tischlereiausstattung. Der Werksverkauf hat geöffnet und auch das Inklusionsunternehmen paso doble wird zeigen, dass hinter dem frechen Werbeauftritt interessante Dienstleistungen stecken.
Wer Wohnangebote für behinderte Menschen sucht wird dazu gern beraten. Der Wohnbereich des Epilepsiezentrums informiert über stationäre und ambulante Wohnformen. Um 15:30 Uhr rundet die Eröffnung einer Fotoausstellung im Wiesenhaus diesen reich gefüllten Tag der offenen Tür ab.
Das Epilepsiezentrum verspricht den Besuchern ein kostenloses Mittagessen. Die Kartoffelsuppe wird zur Mittagszeit in der Cafeteria im Brunnenhaus serviert.

www.kleinwachau.de

Bildnachweis: radeberg.info
Copyright: Sächsisches Epilepsiezentrum Radeberg

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